Der Maritronix JX-3 Docking-Joystick ist ein 3-achsiger CAN-Bus-Steuerstand-Joystick, der für präzises Yacht-Manövrieren, Anlegen, Ablegen und langsame Steuerung in Marinas konzipiert ist. Er ermöglicht es dem Skipper, das Schiff intuitiver zu steuern, indem der Joystick in die gewünschte Richtung bewegt oder gedreht wird.
Der JX-3 kann als optionale Joystick-Station für PILOT-H PRO-Systeme verwendet oder in kompatible Maritronix CAN-Bus-Yachtsteuerungslösungen integriert werden. Je nach Schiffskonfiguration kann das angeschlossene Maritronix-Steuersystem Motor- und Strahlruderbefehle koordinieren, um Vorwärtsbewegung, Rückwärtsbewegung, diagonale Manöver, seitliche Bewegung und Rotation zu unterstützen.
Der Joystick ist besonders nützlich beim Einlaufen oder Auslaufen einer Marina, beim Anlaufen eines Liegeplatzes, beim Manövrieren in der Nähe von Stegen, beim Heckanlegen und beim Steuern der Yacht in engen Räumen, in denen ein gleichmäßiges und vorhersehbares Verhalten bei niedriger Geschwindigkeit erforderlich ist.
Zweistufige proportionale Anlegesteuerung
In Verbindung mit PILOT-H PRO oder einem kompatiblen Maritronix-Steuersystem unterstützt der JX-3 einen zweistufigen positionsbasierten Anlegealgorithmus. Eine kleine Joystick-Bewegung aktiviert die erste kalibrierte Motorreaktion. Diese erste Reaktion wird normalerweise für das grundlegende Einkuppeln oder die Leerlaufdrehzahl verwendet.
Wird der Joystick weiter bewegt, aktiviert das System eine stärkere kalibrierte Motorreaktion. Dies gibt dem Bediener mehr Anlegekraft, wenn sie benötigt wird, beispielsweise bei Wind, Strömung oder wenn innerhalb der Marina eine schnellere Korrektur erforderlich ist.
Diese zweistufige Logik erlaubt es dem Skipper, kleine Joystick-Bewegungen für sanfte Korrekturen und größere Joystick-Bewegungen für eine stärkere Schiffsreaktion zu nutzen. Die Motorreaktionsstufen werden während der Systemkalibrierung festgelegt und hängen vom Boot, dem Motorsteuersystem und der erforderlichen Anlegekraft ab.
Joystick-Totzone für sicheren Betrieb
Der Joystick-Algorithmus enthält eine kleine zentrale Totzone. Befehle werden nur dann aktiviert, wenn der Joystick um mehr als etwa 10 % aus der Mittelstellung bewegt wird.
Dies hilft, eine ungewollte Aktivierung von Motoren oder Strahlrudern durch sehr kleine versehentliche Joystick-Bewegungen, Vibrationen oder leichten Kontakt mit dem Joystick-Griff zu vermeiden.
Wie der JX-3 Anlegealgorithmus funktioniert
Die Joystick-Richtung des JX-3 wird vom angeschlossenen Maritronix-Steuersystem als Bewegungsbefehl für das Schiff interpretiert. Statt jeden Motor und jedes Strahlruder einzeln zu bedienen, bewegt der Skipper den Joystick in die Richtung, in die das Boot fahren soll.
Das Steuersystem berechnet daraufhin die erforderliche Reaktion und aktiviert die verfügbaren Motor- und Strahlruder-Ausgänge gemäß der gewählten Konfiguration.
| Joystick-Befehl | Systemverhalten | Bootsbewegung |
|---|---|---|
| Vorwärts | Beide Motoren werden vorwärts eingekuppelt. Eine kleine Bewegung aktiviert die erste kalibrierte Reaktion; weitere Bewegung aktiviert die stärkere Reaktion. | Boot fährt vorwärts. Bei weiterer Joystick-Bewegung fährt das Boot schneller vorwärts. |
| Rückwärts | Beide Motoren werden rückwärts eingekuppelt. Eine kleine Bewegung aktiviert die erste kalibrierte Reaktion; weitere Bewegung aktiviert die stärkere Reaktion. | Boot fährt rückwärts. Bei weiterer Joystick-Bewegung fährt das Boot schneller rückwärts. |
| Vorwärts diagonal | Ein Motor wird zuerst aktiviert, um die erforderliche Drehbewegung zu erzeugen. Bei weiterer Joystick-Bewegung erhöht der Hauptmotor die Reaktion und der zweite Motor unterstützt das Manöver. | Boot fährt diagonal vorwärts links oder rechts, je nach Joystick-Richtung. |
| Rückwärts diagonal | Ein Motor wird zuerst rückwärts aktiviert. Bei weiterer Joystick-Bewegung erhöht der Hauptmotor die Reaktion und der zweite Motor unterstützt das Manöver. | Boot fährt diagonal rückwärts links oder rechts, je nach Joystick-Richtung. |
| Seitliche Bewegung | Die Motoren bleiben im Leerlauf, und Bug- und Heckstrahlruder werden eingesetzt, um das Schiff seitwärts zu bewegen. | Boot bewegt sich seitwärts nach Backbord oder Steuerbord. |
| Joystick-Drehung | Die Motoren drehen gegenläufig. Eine kleine Drehung aktiviert die erste Reaktion; weitere Drehung aktiviert die stärkere Reaktion. | Boot dreht sich im oder gegen den Uhrzeigersinn um seine Achse. |
| Oberer Knopf + Drehung | Die Strahlruder können die Drehung in derselben Drehrichtung unterstützen, sofern dies durch die Schiffskonfiguration unterstützt wird. | Erhöhte Drehkraft während der Rotation. |
| Oberer Knopf + Joystick-Richtung | Der obere Knopf kann für eine reine Strahlrudersteuerung verwendet werden, ohne die Motoren einzukuppeln. | Nur Bug- oder Heckstrahlruder-Steuerung, je nach Joystick-Richtung und Systemkonfiguration. |
Vorwärts- und Rückwärtsbewegung
Wird der Joystick nach vorne gedrückt, werden beide Motoren in den Vorwärtsgang geschaltet. Eine kleine Vorwärtsbewegung aktiviert die erste kalibrierte Motorreaktion an beiden Motoren. Wird der Joystick weiter nach vorne gedrückt, schalten beide Motoren in die stärkere kalibrierte Reaktion und die Yacht bewegt sich mit mehr Schub vorwärts.
Wird der Joystick nach hinten gezogen, werden beide Motoren in den Rückwärtsgang geschaltet. Eine kleine Rückwärtsbewegung aktiviert die erste kalibrierte Motorreaktion an beiden Motoren. Wird der Joystick weiter nach hinten gezogen, schalten beide Motoren in die stärkere kalibrierte Reaktion und die Yacht bewegt sich mit mehr Schub rückwärts.
Diagonale Bewegung
In diagonalen Richtungen aktiviert das System zuerst den Motor, der die erforderliche Drehbewegung erzeugt. Dadurch beginnt die Yacht kontrolliert und vorhersehbar diagonal zu fahren.
Wird der Joystick weiter gedrückt, erhöht der Hauptmotor seine Reaktion und der zweite Motor wird ebenfalls aktiviert, um das Manöver zu unterstützen. Dies gibt dem Skipper mehr Leistung bei gleichzeitiger Beibehaltung der beabsichtigten diagonalen Bewegungsrichtung.
Seitliche Bewegung mit Bug- und Heckstrahlruder
Wird der Joystick direkt nach links oder rechts bewegt, bleiben die Motoren im Leerlauf. Die seitliche Bewegung wird durch die Bug- und Heckstrahlruder erzeugt.
Diese Funktion ist nützlich, um seitlich auf einen Steg zu- oder von ihm wegzufahren, die Yachtposition in einem engen Liegeplatz zu korrigieren oder beim Anlegen kleine seitliche Anpassungen vorzunehmen.
Verfügt das Schiff nicht über ein physisches Heckstrahlruder, kann je nach Systemkonfiguration eine virtuelle Heckstrahlruder-Funktion verwendet werden.
Drehfunktion
Der JX-3 unterstützt auch eine Joystick-Drehung. Wird der Joystick aus der Mittelstellung gedreht, kann das angeschlossene Steuersystem eine gegenläufige Drehung der Motoren aktivieren.
Bei einer Drehung im Uhrzeigersinn wird ein Motor vorwärts und der andere Motor rückwärts angesteuert. Bei einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn werden die Motorrichtungen umgekehrt. Eine kleine Drehung aktiviert die erste kalibrierte Reaktion, eine weitere Drehung aktiviert die stärkere Reaktion.
Sofern die Schiffskonfiguration dies unterstützt, kann durch Drücken des oberen Knopfes während der Joystick-Drehung zusätzlich Bug- und Heckstrahlruder-Unterstützung in derselben Drehrichtung aktiviert werden. Dies erhöht die Drehkraft und hilft der Yacht, in engen Marina-Bereichen wirksamer zu drehen.
Oberer Knopf – Nur-Strahlruder-Modus
Der obere Knopf kann auch verwendet werden, um eine reine Strahlrudersteuerung zu aktivieren, ohne die Motoren einzukuppeln.
Um diese Funktion zu nutzen, wird der Joystick zuerst in der neutralen Mittelstellung gehalten. Anschließend hält der Bediener den oberen Knopf gedrückt und bewegt den Joystick in die gewünschte Richtung. Je nach Joystick-Richtung und Systemkonfiguration wird das Bug- oder Heckstrahlruder aktiviert.
Dies erlaubt dem Bediener, kleine Positionskorrekturen ausschließlich mit den Strahlrudern vorzunehmen, ohne die Hauptmotoren einzukuppeln.
Für Marina-Manöver konzipiert
Der Maritronix JX-3 Docking-Joystick ist für Situationen konzipiert, in denen eine präzise Steuerung bei niedriger Geschwindigkeit wichtig ist. Dazu gehören das Einlaufen oder Auslaufen einer Marina, das Anlaufen eines Liegeplatzes, das Manövrieren in der Nähe anderer Boote, das Heckanlegen, die Bewegung in der Nähe von Stegen sowie das Halten oder Korrigieren der Yachtposition bei Wind oder Strömung.
Der Joystick erleichtert die Steuerung bei niedriger Geschwindigkeit, da sich der Skipper auf die gewünschte Bootsbewegung konzentrieren kann, statt jeden Motor und jedes Strahlruder einzeln zu bedienen.
Kompatibilität und Integration
Der Maritronix JX-3 ist ein CAN-Bus-Joystick-Modul. Er erfordert eine kompatible Maritronix-Steuerschnittstelle, ein PILOT-H PRO-System, ein Maritronix-Gateway-Modul oder eine andere kompatible Maritronix CAN-Bus-Yachtsteuerungslösung.
Der JX-3 ist nicht dafür vorgesehen, ohne die korrekte Maritronix-Schnittstelle direkt an Motoren, Strahlruder, Getriebe oder Drittanbieter-Steuersysteme angeschlossen zu werden. Die erforderliche Integrationsmethode hängt von der Schiffskonfiguration, dem Motorsteuersystem, der Anzahl der Motoren, dem Bugstrahlruder, dem Heckstrahlruder und den verfügbaren Anschlusspunkten ab.
Wichtiger Hinweis
Der JX-3 erfordert eine kompatible Maritronix CAN-Bus-Steuerschnittstelle oder ein Yachtsteuerungssystem. Er ist nicht für den direkten Anschluss an Motoren, Strahlruder, Getriebe oder Drittanbieter-Steuersysteme ohne die korrekte Maritronix-Schnittstelle vorgesehen.
Vor der Auslieferung prüft Maritronix die Schiffskonfiguration, das Motorsteuersystem, die Steuerstand-Anordnung, die Anzahl der Motoren, das Bugstrahlruder, das Heckstrahlruder und die verfügbaren Anschlusspunkte. So lässt sich für jedes Boot die korrekte Integrationsmethode auswählen.









